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Historisches

Das heutige Offenhausen war ehemals nur eine Ansammlung von einigen Bauernhäusern. Erst im Jahre 1811 wurde es – als Folge der nach-napoleonischen Länderaufteilung – zusammen mit Neu-Ulm eine eigenständige Gemeinde und dem Land Bayern zugeschlagen.

Der Name Offenhausen geht wahrscheinlich darauf zurück, dass man hier – im Schlössle oder im Gasthof „Bauerngarten“ in der Ortsstraße – stets ein offenes Haus zum Übernachten fand, wenn die Tore von Ulm bereits seit Nachteinbruch geschlossen hatten.

Ansicht Schlössle um 1900

Die Gaststube des Schlössle war ehemals kein geschlossener Raum, sondern diente als Unterstellmöglichkeit für Pferdekutschen.
Erst nachdem der Magistrat von Ulm das „Schlösslein“ im Jahre 1673 kaufte, wurde es in einen Gasthof und 1690 zusätzlich in eine Braustätte umgewandelt, um es dann mit Gewinn zu verscherbeln. Die Brauerei zählt damit zu den ältesten und traditionsreichsten Brauereien in Bayern. Leider lies die Qualität des damaligen Bieres – wenn man den Überlieferungen glaubt – einiges zu wünschen übrig. Nach der Brotzeit im „Schlösslein“ schimpfte der Ulmer Gymnasialprofessor Johann Herkules Haid: „Das Bier riecht nach Schwefelleber!“ Trotz der damaligen Bierqualität war das Schlössle schon stets ein beliebtes Ausflugsziel, Mekka der Durstigen. Dies brachte Offenhausen den Spitznamen „Affenhausen“ ein, wohl weil mancher ein kleines Räuschlein mit nach Hause nahm.

Die heute gebrauten Biere – z.B. das traditionelle Schlössle Märzen, das kellertrübe Zwickel und das Hefeweizen - genügen jedoch auch höchsten Gaumenansprüchen. Seit Mitte 1995 obliegt das Bierbrauen ganz der Obhut des Bierbrauermeisters Volker Tillmanns.

Auf der Gästeliste des Schlössle steht auch der Franzosenkaiser Napoleon. Am 14. Oktober 1805 galoppierte er – von Leibi kommend – ein, um vom Wintergarten in den oberen Stockwerken die Gefechtslage bei der Eroberung von Ulm zu beobachten. Im Folgenden machte er sich jedoch nicht sehr beliebt, da er ca. 3500 Bauern aus der Umgebung zur Zwangsarbeit heranzog.

 

 

Georg der I. und Ehefrau Apollonia

Das Schlössle ist nunmehr seit mehr als 135 Jahren im Besitz der Familie Zoller. Georg Zoller (der I.) erwarb das Schlössle samt Braustatt im Alter von 25 Jahren im August des Jahres 1879. Nachdem er bereits mit 52 Jahren (1906) starb, ging der Betrieb zunächst an seine Ehefrau und anschließend an Georg Zoller (dem II.) und Ehefrau Lina Zoller.

Georg der II. mit Ehefrau Lina sowie deren Kinder Georg der III. und Lina

In der Besitzperiode von Georg dem II. und Lina Zoller wurde eine neue Gartenhalle erbaut, die bald als ein beliebtes Vergnügungslokal für Festivitäten aller Art diente. Dieser Saal, der an der Stelle der heutigen Gartenterrasse stand, traf im Jahre 1944 eine Brandbombe. Er brannte mitsamt der Biergartenbestuhlung im Dachgeschoss bis auf die Grundmauern nieder. Spuren dieses Feuers zeigen sich noch heute an dem nächststehenden Kastanienbaum, der nur durch gezieltes Ausmauern gerettet werden konnte.

Eisgalgen in den 60ern

Nach dem Kriege wurde im Jahre 1952 der Gartensaal von der nunmehr dritten Generation, dem Sohn Georg Zoller (dem III.) an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. Nach dem Tode von Georg Zoller (dem III.) im Jahre 1988 übernahm seine Ehefrau Maria Zoller und die Kinder Christa und Werner Zoller dessen Anteil. Inzwischen führt also mit Christa und Werner Zoller die vierte Generation den Familienbetrieb und Maria Zoller wacht als Seniorchefin über das Ganze.

Ölbild von K.Mündler, 1927

Im Jahre 1993/94 fanden große Umbauten statt. Es wurde zwischen dem alten denkmalgeschützten Gebäude und dem Saal ein Zwischenbau erstellt, in dem die neue Küche, Toiletten und Lagerräume Platz fanden. Die alte holzbefeuerte Küche wurde zu einem gemütlichen Nebenzimmer.

Brauer vor dem alten Sudhaus

2003 durfte der alte kupferne Sudkessel aus dem Jahre 1920, in dem der Biersud noch mit Holzfeuerung zum Kochen gebracht wurde, endgültig in den verdienten Ruhestand. An seiner Statt, wenn auch an anderer Stelle, wurde ein modernerer Sudkessel angeschafft und die Brauerei auch in anderen Bereichen saniert. Die Befürchtungen der Stammgäste, dass das hauseigene „Biermanna“ dadurch seinen eigenständigen, äußerst leckeren Schlösslegeschmack verliert, wurden widerlegt. Kein einziger Gast merkte wirklich, ab wann der Übergang von altem zu neuem Kessel tatsächlich vollzogen war.

 

 

Im Jahre 2000 wurde der Schlössle Biergarten von den Leserinnen und Lesern der Südwest-Presse zum „beliebtesten Biergarten von Ulm und Neu-Ulm“ gekürt. Bei 8000 Einsendungen konnte das Schlössle mit über einem Viertel der Stimmen mit überzeugendem Abstand gewinnen. Den gleichen Wettbewerb gewann das Schlössle dann wieder im Jahre 2004 und 2006. Darüber hinaus konnte im Jahr 2012 in einem deutschlandweiten Wettbewerb sogar der 1.Preis entgegengenommen werden.

 

 

So war, ist und bleibt das Schlössle wohl ein bodenständiges „Wohlfühlgasthaus“ mit ausgezeichneten, hausgebrauten Spezialbieren, ein uriger Traditionsbetrieb mit gemütlicher Atmosphäre, den es hoffentlich in 50 Jahren noch gibt.


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